Infothek

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Wissenswertes über das Thema Glasfaser-Kommunikations- & Netzwerk-Technik

Ein gutes Netzwerk sollte heute zum Standard gehören. Nicht nur in großen Unternehmen, sondern auch schon in vielen privaten Haushalten hat das Glasfaser-Netzwerk Einzug gehalten. Dank der hohen Übertragungsrate kommt es zu vielen Vorteilen im Bereich von Telefon, Datendiensten, Gebäudetechnik, Sicherheitstechnik und vielen anderen Diensten. Heutzutage kann man getrost davon sprechen, dass eine schnelle Kommunikation lebenswichtig ist und niemand möchte mehr darauf verzichten. So sind beispielsweise immer mehr Angebote, wie z.B. viele Streamingplattformen, auf die Nutzung eines schnellen Glasfaser-Netzwerkes ausgelegt.

In der modernen Bürowelt kommen Glasfasern schon seit langem für den internen Gebrauch zum Einsatz. Selbst die Arbeitsplätze untereinander, sind zum Teil bereits mit Glasfasern vernetzt. Nur so kann eine optimale und zeitsparende Kommunikation gewährleistet werden und auch nur auf diesem Wege ist es möglich, die benötigten hohen Datenraten überhaupt bewerkstelligen zu können. Dank der Lichtwellenleiter-Technologie werden komplexe Fertigungssysteme in modernen automatisierten Produktionsanlagen geleitet und gesteuert.

Technologie & Design eines Netzes sind immer abhängig von verschiedenen Faktoren wie…

Größe und Art der Netzstruktur, Anwendungen, zu übertragende Datenmenge

Qualität der Übertragung

physikalische Länge des Übertragungskanals (Kabellänge, Entfernung zwischen Sender & Empfänger)

Sensibilität der Daten

geeigneter Übertragungsstandard

 

Wenn Sie sich für die Umrüstung auf ein modernes Glasfaser-Netzwerk entscheiden, dann vertrauen Sie auf die Erfahrung von Profis. Das ist besonders wichtig, denn Vernetzung ist keine Sache des Plug & Plays, sondern es kommt auf fundiertes Experten-Know-How an. Nur mit professioneller Messtechnik und Diagnose- und Managementtools können Netzwerke individuell geplant und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden. Auch die darauf folgende Installation, sowie die fachgerechte Abnahmemessung und die detaillierte Netzwerkdokumentation nach gültigen Standards kann nur vom Fachmann gewährleistet werden. Natürlich ist unsere Arbeit dann längst noch nicht abgeschlossen, denn wir bieten Ihnen eine langfristig kompetente Betreuung und einen 24/7 Kundennotdienst an.

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Fusions-Spleißtechnik für Glasfasern – Warum Spleißen?

 

Spleiße sind sogenannte unlösbare Verbindungen zwischen zwei Glasfasern

Für Spleiße gibt es mehrere wichtige Gründe:

-LWL-Kabel können in sehr großen Längen weder transportiert noch verlegt werden und müssen verbunden werden

-Bei Kabelschäden reparieren durch Einfügen eines Kabelstückes

-An der Sende- oder Empfangsstelle ist es effizienter fertig montierte kurze Einzelkabel mit Steckern (Pigtails) anzuspleißen als das Anbringen von Steckern

 

Weitere Vorteile:

-Effizient einsetzbar, gutes Zeitmanagement

-Ergebnis hängt größtenteils nicht von der Umgebung ab

-Dämpfungswerte äußerst gering

-Verwendung von Pigtails möglich

Fusions-Spleiss_Schaubild_4

Spleißtechnik – Kern-Zentrierung
Einmodenfasern müssen im Kern zueinander ausgerichtet werden!

Glasfasern sind ohnehin schon sehr dünn -125µm. Der lichtleitende Kern ist noch sehr viel feiner, nämlich nur ca. 10µm. Für eine verlustarme Verbindung ist es jedoch erforderlich, dass die Kerne unmittelbar voreinander stehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der lichtleitende Kern fertigungsbedingt nicht immer genau in der Mitte der Faser ist. Folglich reicht es nicht, wenn die Außenmäntel der Fasern voreinander stehen. Eine Lösung wird dadurch erzielt, dass die V-Nuten, die die Fasern führen, zueinander beweglich sind, diese Achsen werden mit X- und Y-Achse bezeichnet. Die Bewegungsrichtung der Fasern zueinander ist die dritte verbliebene Richtung und wird mit Z-Achse bezeichnet.

Fusions-Spleiss_Schaubild_3

Die Fasern werden von einer Seite in X- und Y-Achse mit einem parallelen Strahlenbündel angeleuchtet.
Zwei CCD-Kameras nehmen die Faserbilder auf.

Spleißablauf

Vorschmelzen: Bei geringem Faserabstand wird ein Lichtbogen
gezündet. Dabei werden die Faserendflächen angeschmolzen, geglättet und
gereinigt. Der Lichtbogen brennt zwischen zwei Wolfram-Elektroden.

Fusions-Spleiss_Schaubild_1

Zündspannung 3…4kV; Brennspannung 0,6…1kV; Lichtbogenstrom 15-20mA.

Nach Ablauf der Vorschmelzzeit werden die Fasern zusammengeführt und etwas ineinander gestaucht, um ein späteres durch Abkühlung verursachtes Reißen der Spleißstelle zu vermeiden.
Nach dem Zusammenführen beginnt die Verschmelzungszeit (3…5 Sek.). Die Schmelztemperatur beträgt ca. 2400 °C.

Fusions-Spleiss_Schaubild_2
Experten-Wissen OTDR

OTDR bedeutet „Optical Time Domain Reflektometer“, zu deutsch „Zeitbereichsreflektometer“

OTDR Funktionen: Distanz / Längenmessung (km, m, ft), Messung der Faserdämpfung und des Dämpfungskoeffizienten (dB, dB/km), Messung der Steckverbinder-, Spleißdämpfung, Rückflussdämpfung (dB)

Wichtigstes Merkmal: Grafische Messung wie bei einem Oszilloskop, daher Darstellung des Dämpfungsverlaufs der Faser

Ein OTDR ist ein optisches Radar und misst Faserbruch, Spleiss- und Steckverbinderdämpfungen, Abstände zu Ereignissen, Gesamtkabellänge, Steckerqualität (Rückflußdämpfung), Gesamtdämpfung der Strecke
OTDR1
OTDR5
OTDR2
OTDR3
OTDR4
Patchfeld_Spleissbox_Standard_Beispiel_9

Glasfaser-Installation Schritt für Schritt

19″-LWL-Patchfeld für 12 Fasern vorbereiten und spleißen
Spleißbox bestücken und vormontieren:
  1. Kupplungen montieren, die ins Gehäuse zeigenden Staubschutzkappen entfernen. Spleißkassette montieren, Spleißhalter oben.
  2. Jeweils eine Leitungsführung im Gehäuse am Außenrand oben, rechts und unten montieren, sowie links drei nebeneinander.
  3. Pigtails falls nötig auskämmen, sodass keine Kreuzungen mehr vorhanden sind. Entsprechend der Nummerierung oder dem Farbcode (DIN/VDE-0888: rot, grün, blau, gelb, weiß, grau, braun, violett, türkis, schwarz, orange, rosa) in die Kupplungen einstecken.
  4. Die Pigtails mit Spiralschlauch oder Klettband im Abstand von 15cm auf 1m bündeln und im Uhrzeiger-Sinn in die Kabelführung einlegen, beginnend bei dem linken Mittleren, oben, rechts, unten und wieder links bis zur oberen linken Einführung der Spleißkassette. Dort die Pigtails markieren und das 900µm-Buffer absetzen. Mit gummiertem Klebeband  Pigtails bündeln und mit zwei Kabelbindern in der Spleißkassette befestigen.
  5. Fasern im äußeren der Kassette zwei Umdrehungen aufrollen und am Ende des Spleißhalters abschneiden.
  6. Das Primärcoating (250µm) an den Faserenden ca 35-40mm entfernen.

Die Vorbereitung der Spleißbox ist abgeschlossen.

Kabelvorbereitung am Beispiel eines Zentral-Bündeladerkabel z.B. U-DQ(ZN)BH 12G50125 OMx :
  1. Kabel am Ende ca. 1m einkürzen, um evtl. durch den Kabelzug beschädigte Kabelenden zu entfernen. Die Überlänge ab Schrankeinführung sollte nun noch mindestens 5m betragen.
  2. Kabelmantel vom Ende aus auf 2,20m mit Gewebeband doppelt markieren. Zwischen die Markierungen Kabelverschraubung befestigen. Auf die Klebebänder können Sie zusätzlich die Kabel-IDs notieren und es schützt teilweise vor ungewolltem rein- oder rausrutschen des Kabels aus der Verschraubung.
  3. Kabelmantel vor der ersten Markierung absetzen. Aramidgewebe auf ca. 20cm knoten und einkürzen, es ist die eigentliche Zugentlastung des Kabels (bei verseilten Bündeladern ist es das zentrale Verseilelement, oft GfK-Stab) und nicht wie oft angenommen die Kabel-Verschraubung, daher niemals abschneiden. Später an entsprechender Stelle im Gehäuse befestigen, oft sind keine Abfangungen vorgesehen, hier reichen dann Kabelbinder aus.
  4. Verschraubung auf der Seite mit den drei Kabelführungen am Patchfeld einlegen. Bündelader gegen den Uhrzeigersinn durch das Gehäuse bis zur oberen rechten oder linken unteren Einführung der Spleißkassette führen und dort markieren bzw. mit gummiertem Klebeband umkleben. Bündelader absetzen und Fasern mit Iso-Propanol bzw. Kabelreiniger vom Gel befreien. Bündelader mit zwei Kabelbinden an der Spleißkassette befestigen. Wichtig ist bei der Auswahl der Spleißkassetten-Einführung, dass die Fasern des Kabels immer gegenläufig zu den Pigtail-Fasern in der Kassette verlaufen. Ansonsten können die Faser nach dem Spleißen nicht ohne eine Kreuzung bzw. „8“ abgelegt werden.
  5. Fasern zwei Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn einlegen, einkürzen und absetzen, siehe Vorbeitung Pigtails.

Die Kabelvorbereitung ist abgeschlossen, die Fasern müssen nun nur noch auf 8-10mm gebrochen und dann verspleißt sowie abgelegt werden.

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Hier entsteht unsere Wissensdatenbank von A-Z

 

A

Absorption

APC-Schliff 8° bzw. 9° (DTAG)

Aramidgewebe

Außenkabel

 

B

Bandbreite

Bandbreiten-Längen-Produkt

Bellcore-Format

BIF – Bendable-Insensitive-Fiber

Breakoutkabel

Brechungsindex

Brechzahl

Breitband-Ausbau

BRP – Baseline Recovery Problem

 

C

Chromatische Dispersion

Cleaver

CWDM

 

D

Dämpfung

Dämpfungskoeffizient

Dead Zone Eliminator

DHCP

DIN-EN 50173-1: Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen, Allgemeine Anforderungen

DIN-EN 50173-2: Bürogebäude

DIN-EN 50173-3: industriell genutzte Standorte

DIN-EN 50173-4: Wohngebäude

DIN-EN 50173-5: Rechenzentren

DIN-EN 50173-6: verteilte Gebäudedienste

DIS 14165-111: Fibre Channel

Dispersion

DNS Domain Name Server

DWDM

 

E

E2000-Stecker

Einfüge-Dämüfung

Einmoden-Faser

EN-50173

Ethernet

Exzentrizität

Exzentrizitäts-Korrekturfunktion

 

F

Faserkern

Fasermantel

Faseroptik

FC-Stecker

Fibre-Channel

FP-Laser

FTTA

FTTB

FTTC

FTTD

FTTH

FTTO

FTTM

FTTx

Fused Silica SiO², amorph

 

G

G.652

G.653

G.654

G.655

G.656G.657

GBIC

GBit/s

Glasfaser

glasfaserinfo.de/ bekannte Info-Seite zum Thema Glasfasern

Gradientenindexprofil-LWL

 

H

HCS® – Hard Polymer Cladded Silica

Host

 

I

I-DQ(ZN)BH

IEEE

IEEE802.3ae

Innenkabel

IP-Adresse

ISO/IEC-11801 Generic cabling for customer premises (Informationstechnologie – Eigenständige Verkabelung für Kundenbedarf)

ISO/OSI

ISO/IEC 802-3

ITU-G

 

J

Jacket

Jumper

 

K

Kabelmantel

Korrelation

 

L

LAN

Laser

LED

Leistungs-Budget

Lichtgeschwindigkeit c im Vakuum =  299.792,458 km/sec, c im Glas ~ 200.000 km/sec

Lichtwellenleiter

Light Source LS Lichtquelle

Lösbare Verbindung, siehe auch unlösbare Verbindung

LWL

 

M

Mantelglas

Mini-Breakoutkabel

Mode-Conditioning-Jumper

Modendispersion

Multimode

 

N

Netzwerk

Nichtreflektives Ereignis

Numerische Apertur

NZDS

 

O

Optische Übertragungstechnik

Optisches Medium

OTDR

 

 

P

Patchkabel

PC-Schliff – PC Physical Contact

Photon

POF – Polymere Optical Fibre, Kunststofffaser; PMMA

 

Q

QoS – Quality of Service

 

R

Rayleigh-Streuung

Reflexion

Reflektives Erieignis

Rücklussdämpfung

Rückstreukoeefizient

 

S

Schrumpf-Spleißschutz

SC-Stecker

SFP

Silizium SiO²

SNMP

Spleißschutz

Spleißschutz-Presse

Spleißgerät

ST-Stecker

Stufenindexprofil-Multimode-LWL (z.B. HCS / PCS 200/300µm)

 

T

Teilanregung

Teilreflexion

Totalreflexion

Totzone

Transceiver

Transmission

 

U

U-DQ(ZN)BH

Univeralkabel

Unlösbare Verbindung, siehe auch lösbare Verbindung

 

V

VCSEL

Vollanregung

Vorlauffaser

 

W

WAN

Wellenlänge

Wellenleiterdispersion, Singlemode

WDM

 

X

X-Achse

 

Y

Y-Achse

 

Z

Z-Achse

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Die IT-Infrastruktur ist ein Verbund an Systemen für alle EDV- & TK-Dienste, Applikationen und Datentransfers.

Zu ihr zählen alle zum Betrieb relevanten Komponenten & zum Betrieb nötigen Dienste wie bauliche Einrichtungen, physikalische Verkabelung, aktive Komponenten, Server & Arbeitsplatz-PCs sowie das zugehörige Betriebssystem, Datensicherungen und Netzwerkspeicher etc.


IT-Infrastruktur-Management und Outsourcing

Outsourcing schont eigene Ressourcen und steigert die Leistungsfähigkeit einer IT-Mannschaft. Unabhängig von der Betriebsgröße gibt es typische Aufgaben in IT- und Kommunikationsabteilungen die in erster Linie nichts mit der angewandten Informatik zu tun haben.

Beispielsweise…

…Umzüge von Server & Clients

…tägliche Kontrollrundgänge durch Verteilerräume

…Wartungen, Koordination von Umbauten, ein terminiertes Notfallsystem mit Rufbereitschaft, Migrationsprozesse

…permanentes Monitoring des Datenverkehrs

Mobile IT-Infrastrukturen für Veranstaltungen, Messen und Tagungen

Bei Veranstaltungen, einem Event oder großen Meetings außerhalb eigener Räumlichkeiten

Professionnelle Daten- und Kommunikationsnetzwerke benötigen folgende Komponenten:

  • Stromaggregat zur Grund-Versorgung
  • Verkabelung
  • mobile und wettergeschützte Datenverteiler
  • Kleinst-Rechenzentren
  • Switches & W-LAN
  • mobile bzw. vorrübergehende Internetzugänge
  • Server/Clients/Tabs
Um maximale Verfügbarkeit zu gewährleisten, sollten während der gesamten Veranstaltungsdauer ein oder mehrere Service-Techniker rund um die Uhr vor Ort zur Verfügung stehen.
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Migrationen & Projekte

Veränderungen in der IT-Infrastruktur bedeuten immer viel Arbeit und viele Entscheidungen. In Zeiten wo 10 GBit-Ethernet theoretisch gelebte Praxis sein sollte, stoßen viele Netze jedoch an ihre Grenzen.

Upgrade´s sowie neue IT-Infrastrukturen für das Office, Rechenzentrum, Weitverkehrsnetze (WAN) und Industrial-Ethernet Anwendungen erfordern:

  • Planungsleistungen, Design und Dokumentation
  • Ausführungsphase, Migration
  • Roll-Out

Wir planen und realisieren die benötigten Systeme Ihrer IT-Infrastruktur

  • Rechenzentrum, Datacenter
  • passive Verkabelung
  • USV-Anlagen & Stromversorgung inkl. DLNA-Schnittstellen
  • Carrier-Anbindungen, MAN, WAN
  • Switches, Router, Port-Aggregatoren, Firewalls, KVM  W-LAN

Damit alles zu jeder Zeit transparent bleibt, ist auf Wunsch immer ein unabhängiger Sachverständiger am Projekt beteiligt.